Der Begriff WolflingRun (Wolfling Run) bedeutet,
daß man Creatures 2 und alle im Spiel befindlichen
Wesen sich selbst überläßt.
Stellt euch zum Vergleich ein Rudel Wölfe
in freier Wildbahn vor; sie leben unbeeinflußt
durch Menschen, d.h. sie unterliegen einer natürlichen
Auslese: Die Schwachen und Kranken bekommen keine
Hilfe sondern bleiben auf der Strecke, die Starken
und Gesunden erschließen sich mehr Nahrung
, sind daher besser versorgt, leben länger,
hinterlassen mehr Nachkommen und sorgen so dafür,
daß ihre Gene auch in den nächsten Generationen
weiterleben.
Bei einem WolflingRun läßt an den
Dingen also ihren Lauf. Das Spiel spielt sich sozusagen
selbst.
Dazu wird eine Gruppe von Norns oder zumindest
ein weiblicher und ein männlicher Norn in
einer nicht modifizierten Welt sich selbst überlassen. Nicht
modifiziert bedeutet:
- keine Fremdagenten (Cobs)
- kein Entfernen "gefährlicher"
Objekte (z.B. Grendel, Giftpilze, Radioaktivität)
- keine Modifizierung von Originalobjekten
(z.B. Einfügen von Ozeanbrücken, Pufferfischen,
Deaktivierung der Shee Statue...)
- kein Eingreifen von außen (Spieler)
durch Befehle an die Wesen (weder gesprochen,
noch durch Cobs (z.B. Command Cob))
- keine medizinische Versorgung kranker Wesen
- keine Hilfe bei der Nahrungsbeschaffung
Ziel eines WolflingRuns ist es, durch natürliche
Auslese wie oben am Beispiel Wölfe beschrieben,
im Verlauf mehrerer Generationen zu genetisch robusten,
überlebenstüchtigen Norns zu kommen.
"feral" bedeutet "wildlebend/verwildert".
Der Ausdruck wird gebraucht im Zusammenhang mit
domestizierten Tieren (Haustieren), die sich dem
unmittelbaren Zugriff des Menschen entzogen haben.
Sie leben "wild", profitieren jedoch,
was Nahrungsbeschaffung und Unterschlupf angeht
von der Nähe des Menschen (z.B. streuende Hunde
oder Katzen). Die Überlebenschancen der Individuen
und im weitesten Sinne die ihrer Gene sind also
höher, weil die natürliche Auslese nicht
in vollem Umfang greift (längeres Leben ->
mehr Nachkommen)
Auf das Spiel mit Creatures2 übertragen
bedeutet dies, daß der Schwerpunkt nicht,
wie beim WolflingRun auf einem Überleben des
genetisch stärksten liegt, sondern auf dem
Heranwachsen einer zahlreichen Nornbevölkerung
mit verschiedenartigen Modifikationen in den Genomen.
Auch bei einem FeralRun überläßt
man das Spiel sich selbst. Man sorgt jedoch zu Beginn
für verbesserte Ausgangsbedingungen, um das
Überleben möglichst vieler Individuen
sicherzustellen (denn: je mehr Individuen, desto
größer der Genpool, desto mehr mögliche
genetische Variationen),
Gewisse unterstützende Maßnahmen sind
also angezeigt:
- ausreichende Nahrungsversorgung durch Einfügen
zusätzlicher Nahrungsquellen (Nahrungsautomaten,
zusätzliche fruchttragende, eßbare
Pflanzen oder modifizierte Pflanzen)
- Ausschalten von Gefahrenquellen: * Deaktivierung
der Grendelmutter und der Augen der Shee Statue
* Einfügen von Ozeanbrücken * Entfernen
der Radioaktivität *
- Der Startgeneration wird mit Hilfe
eines Cobs/des BlueberryCheats das Sprechen
beigebracht, bzw die Wesen bekommen zusätzliche
Möglichkeiten das Sprechen zu lernen (z.B.
Encyclopädia Nornica)
- automatische medizinische Betreuung durch
den Holodoc (oder eines adäquaten Cobs)
- dadurch wird jedoch das Risiko einer Weitervererbung
genetischer Defekte erhöht...
Hinweise:
- Denkt bei FeralRuns daran, den "40
Norns-Cheat" einzufügen, sonst können
keine Norns mehr schlüpfen (auch der Brutkasten
schließt sich), sobald 16 Wesen in Albia
sind.
- Achtet darauf, für die Anfangsgeneration
nur Wesen mit kompatiblen Genomen zu nehmen.
- Denkt daran, daß C2 bei aktiviertem
BlueberryCheat nicht automatisch zwischenspeichert,
und speichert in regelmäßigen Abständen
das Spiel manuell.
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